Das Gras wächst nicht schneller …

Ich muss mir mal etwas von der Seele schreiben. Jede Woche mindestens einmal bekomme ich zu hören: Liebe Martina, jetzt ströme ich schon seit 3 Wochen dies oder jenes Schloss (oder dies oder jenen Strom), aber ich kann nicht sagen, dass sich wirklich etwas verändert hat. Was kann ich tun?
Ihr Lieben, strömen ist kinderleicht – aber ohne Geduld kommen wir nicht weiter. Nicht bei uns selbst, und auch nicht bei unseren Patienten. Strömen ist eine Heilkunst und keine Technik, bei der Krankheitssymptome beseitigt werden. Wenn beim Auto die Ölkontrollleuchte blinkt, tun wir gut daran Öl nachzufüllen, statt einfach nur die Lampe kaputt zu schlagen. Wenn der Körper uns Symptome zeigt, ist das ebenfalls als Warnsignal zu sehen. Als Zeichen dafür, dass wir falsch unterwegs sind – und das meist nicht erst seit gestern. Die Kunst besteht darin herauszufinden, wo im Leben wir falsch abgebogen sind und wie wir wieder auf „unseren“ Weg zurückfinden. Das dauert! Strömen ist ein Weg, ein lebenslanges (Selbst)studium, bei dem wir neben Geduld so wichtige Eigenschaften wie Liebe, Mitgefühl und Verständnis entwickeln – für uns und für andere. Wir lernen jeden einzelnen Augenblick zu leben. Immer dann, wenn wir ungeduldig auf etwas warten, wissen wir den gegenwärtigen Moment nicht mehr zu schätzen und verlagern unser Glück auf ein ungewisses Später. Später, später, wenn ich erstmal keine Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, graue Haare und Pigmentflecken mehr habe. Aber woher wollen wir wissen, ob dieses Später jemals kommen wird? Wenden wir uns lieber geduldig Körper und Geist zu, und versuchen zu verstehen, welche Botschaft die beteiligten SES für uns bereithalten. Mary hat gesagt, dass die SES unsere wahren Freunde sind – weil sie uns, genauso wie beste Freunde, das aufzeigen, was gerade ansteht und uns damit die Chance geben es nicht nur zu ändern sondern auch daran zu wachsen.
Und sollte euch das nicht schnell genug gehen , dann könnt ihr die linke Hand auf den rechten Innenknöchel (SES 5) und die rechte Hand unter den rechten Sitzbeinhöcker (SES 25) legen. Für die andere Seite umgekehrt.

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